Executive Summary

Wie zukunftsfähig sind deutsche Unternehmen? Welche Investitionen, Trends und Herausforderungen stehen ganz oben auf ihrer Agenda? Erfahren Sie hier, was Sie wissen müssen - und verorten Sie sich selbst.

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Ergebnisse für die Gesamtwirtschaft


Eine Landkarte zur Zukunftsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland: Das soll der Future Readiness Index sein. Im Jahr 2018 haben wir ihn erstmals erstellt, um angesichts der zunehmenden Komplexität der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein Stimmungsbild der deutschen Unternehmen zu erhalten – im Spannungsfeld zwischen globalen Herausforderungen, technologischen Entwicklungen und steigendem Innovationsdruck.

Die COVID-19-Pandemie hat die deutsche Ökonomie wohl stärker herausgefordert als jedes andere Ereignis der jüngeren Zeitgeschichte. Umso überraschender ist es, dass der Future Readiness Index 2020 für die Gesamtwirtschaft leicht gestiegen ist. Auch die Unterindizes fallen fast alle positiver aus. Nur der Optimismus der befragten Unternehmen bleibt etwa auf Vorjahresniveau.

Future Readiness Index 2020

Unser Vorgehen

Die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland sehen wir auch in diesem Jahr maßgeblich durch drei Faktoren bestimmt:

1. Wie sie ihr Wachstum gestalten

2. Wie sie mit höherer Agilität das Verhältnis von Aufwand und Ertrag optimieren, um ihre Effizienz zu steigern

3. Wie sie Risiken minimieren

Eine heute falsch gesetzte Priorisierung dieser drei Dimensionen ebenso wie das Ausbleiben einer kontinuierlichen Neugewichtung der damit verknüpften Maßnahmen kann die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen nachhaltig gefährden.

Um herauszufinden, wie gut die deutschen Unternehmen auf die Anforderungen der Zukunft vorbereitet sind, haben wir auch in diesem Jahr 601 Top-Entscheider wie CEOs, Vorstände oder strategische Leiter aus zwölf Schlüsselbranchen interviewt – von Mitte April bis Anfang Juni 2020, also inmitten eines Zeitraums, in dem sich das Corona-Virus in Deutschland ausbreitete und Gegenmaßnahmen wie Kontaktbeschränkungen umgesetzt wurden.

Wir baten die Befragten um ihre Einschätzung zur Lage ihres Unternehmens in vier Hinsichten: der allgemeinen Stimmung (Optimismus), der derzeitigen Aufstellung in geschäftsentscheidenden Faktoren (Reifegrad), der aktuellen Aktivitäts- und Investitionsschwerpunkte (Investitionen) und der Wahrnehmung zukünftiger Herausforderungen (Trend-Sensitivität, im Vergleich zu den Ergebnissen der Medienanalyse des „KPMG Research Cloud 2.0“-Services). Alle vier Dimensionen haben wir im Future Readiness Index 2020 zusammengeführt, der damit ein Maß für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ist. Das gleichbleibende Untersuchungsdesign erlaubt es, Entwicklungen über die Jahre hinweg zu beobachten und langfristige Tendenzen abzuleiten.

Darüber hinaus haben wir anlässlich der COVID-19-Pandemie Unternehmen die folgende Zusatzfrage gestellt:

„Aus Ihren bisherigen Erfahrungen mit der COVID-19- Pandemie: Welche der folgenden Anpassungsmaßnahmen haben für Ihr Unternehmen hohe Priorität?“ Die Antworten wurden separat ausgewertet und flossen nicht in den Gesamtindex des aktuellen Future Readiness Index ein.

Die Ergebnisse
  • Trotz der Corona-Krise steigt der Future Readiness Index 2020 im Vergleich zum Vorjahr leicht. Die 601 befragten Unternehmen in Deutschland schätzen ihre „Zukunftsfitness“ in der Pandemie höher ein als 2019.
  • Der Optimismus der Wirtschaft bleibt in etwa auf Vorjahresniveau. So sind 60 Prozent der Unternehmen (2019: 58 Prozent) im Hinblick auf die kommenden fünf Jahre zuversichtlich. 
  • Die Stimmungsbilder der Branchen unterscheiden sich zum Teil erheblich. So ist mit dem Optimismus auch der Anteil der sehr oder eher pessimistischen Unternehmen leicht gestiegen. Der Sektor Telekommunikation & Medien, der Handel und die Automobilindustrie schätzen ihre Zukunftsfähigkeit sogar deutlich schlechter ein als in den Vorjahren.
  • Der Reifegrad und die Trend-Sensitivität sind auf einem Dreijahreshoch. Noch nie haben Unternehmen sich in geschäftsentscheidenden Faktoren so gut aufgestellt gesehen wie in diesem Jahr. Auch bei der Antizipation von langfristigen Herausforderungen geben sich die Befragten Bestnoten.
  • COVID-19 beschleunigt den Wandel. Wie die Zusatzfrage zum Corona-Virus zeigt, hat die Erfahrung der Pandemie in den Unternehmen drei Transformationsprozesse angestoßen: die Flexibilisierung von Arbeitsbedingungen, die digitale Transformation und den Wandel hin zu Ökologie und Nachhaltigkeit.
  • Investitionen erscheinen dringlicher als im Vorjahr. Den Schwerpunkt legen Unternehmen dabei weiterhin auf Wachstumsaspekte, insbesondere auf die Bedienung von Kundenbedürfnissen. Aber auch Effizienz- und Risikomanagement-Aspekte werden wichtiger, etwa Maßnahmen zur Stabilisierung und Verbesserung der Finanzlage sowie zur Anpassung an internationale Krisen.

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Wichtige Megatrends und Zukunftsthemen


Zur Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens gehört es, einen Spürsinn dafür zu haben, welche Entwicklungen die Welt von morgen voraussichtlich prägen werden. Nur so kann eine Organisation frühzeitig Chancen und Risiken erkennen und sich adäquat darauf einstellen. Für den Future Readiness Index 2020 wurde das folgende Ranking von Megatrends und Zukunftsthemen ermittelt. Die drei größten Herausforderungen lauten erneut: die Veränderung der Kundenbedürfnisse, der demografische Wandel und die steigende Bedeutung von Nachhaltigkeit.

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Die Zukunftsfähigkeit deutscher Unternehmen

Die COVID-19-Pandemie hat die Zukunftsfähigkeit deutscher Unternehmen auf die Probe gestellt – und tut dies weiterhin. Bestehende Schwachstellen treten deutlich zutage, während Stärken zum Tragen kommen. Die überwiegend positiven Ergebnisse des Future Readiness Index 2020 deuten darauf hin, dass viele Organisationen in der Krise bislang ihre eigene Robustheit erlebt haben und deshalb optimistisch in die Zukunft blicken.

Doch darauf sollte sich niemand ausruhen. Die Ausnahmesituation hat klargemacht, wie komplex die Zeiten sind, in denen wir leben. Die Weltwirtschaft ist weniger denn je ein abgeschlossenes System, sondern äußerst störanfällig für globale Entwicklungen und Ereignisse. Die Managementagenda wird auch nach dem Ende die Corona-Krise von Herausforderungen aus drei Bereichen bestimmt werden: Geopolitik, Nachhaltigkeit und Technologie.

Um dieser Lage zu begegnen, sollten Unternehmen frühzeitig ihre Anpassungs- und Reaktionsfähigkeit festigen. Dazu ist es einerseits wichtig, die von der Pandemie beschleunigten Transformationsprozesse weiter voranzutreiben: die Flexibilisierung von Arbeitsbedingungen, die digitale Transformation und den Wandel hin zu Ökologie und Nachhaltigkeit. Andererseits sollten Unternehmen mithilfe von Szenario-Analysen die Auswirkungen der Post-COVID-19-Realität auf sich und ihre Branche antizipieren – und in diesem Licht die Resilienz ihrer Betriebs- und Geschäftsmodelle testen und stärken.

Schließlich sollten Unternehmer den Blick auf neue Chancen richten. Wer frühzeitig sich bietende Möglichkeiten – etwa potenzielle Wachstumsmärkte und M&A-Opportunitäten – ergreift, wird auch in der neuen Normalität seine Stakeholder leicht von der eigenen Zukunftsfähigkeit überzeugen können.

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